Kinderschrecken


Die Bilder „Kinderschrecken“ sind inspiriert von romanischen Neidköpfen. In romanischen Kirchen tauchen unvermittelt Gesichter oder Köpfe auf, an Wänden, Wandvorsprüngen, Taufbecken.

Eine wissenschaftliche Untersuchung dieser Symbolköpfe von Peter Dinzelbacher und Ralph Frenken kam zu dem Schluss, dass die damaligen Menschen mit diesen Gestalten versuchten, die Schrecken der Kindheit zu bannen.  Die Schrecken der Kindheit müssen Menschen bis heute überwinden. Darum regte mich diese Untersuchung an, diese Köpfe in expressive Malerei umzusetzen. Nun sind sie farbig und transportabel. Jeder kann sie mitnehmen und bei sich aufhängen und so seine Kindheitsschrecken bannen. Ich empfehle, sie bodennah zu hängen, denn diese Geister sind Geister aus der Tiefe, Erd-Engel sozusagen.

So wurde die Kindheit mit Ihren Schrecken, aber auch Sehnsüchten, Träumen und ihrem Spiel zu meinem künstlerischen Thema. Ich habe grade begonnen und bin gespannt, worauf ich alles stoßen werde.